Query Groups in der Google Search Console: Suchtrends auf einen Blick erkennen

Google hat ein neues Feature für die Search Console veröffentlicht: Query Groups. Damit werden ähnliche Suchanfragen automatisch zu Gruppen zusammengefasst. Ziel ist es, die Absicht hinter den Suchbegriffen besser zu erkennen und die Auswertung übersichtlicher zu gestalten.

Was sind Query Groups und warum sind sie hilfreich?

Wer mit der Search Console arbeitet, kennt das Problem. Viele Suchanfragen unterscheiden sich nur leicht, meinen aber dasselbe. Zum Beispiel «seo tools kostenlos», «kostenlose seo software» oder «gratis seo analyse». Bisher musste man jede Variante einzeln analysieren. Mit Query Groups erkennt Google die Gemeinsamkeit und fasst diese Begriffe zu einer Gruppe zusammen, etwa «seo tools kostenlos».

Das bringt mehrere Vorteile:

  • Mehr Übersicht im Leistungsbericht
  • Schnellere Trend-Erkennung durch Gruppierung in «Top», «Aufsteigend» und «Absteigend»
  • Zeitersparnis bei der Analyse und Auswertung

Die Gruppen sind dynamisch und können sich mit der Zeit verändern. Sie erscheinen als neue Karte im Bericht Search Console Insights und sind nur für Websites mit ausreichend Klickvolumen verfügbar. Die einzelnen Suchbegriffe bleiben weiterhin sichtbar und können wie gewohnt analysiert werden.

Wichtige Begriffe kurz erklärt

  • Query (Suchanfrage):
    Eine Query ist der Begriff oder die Wortkombination, die jemand in die Google-Suche eingibt, zum Beispiel „seo tools kostenlos“.
  • Query Group:
    Eine Query Group ist definiert als Gruppe von Suchanfragen, die Google automatisch zusammenfasst, weil sie dieselbe Suchintention haben.
  • Suchintention:
    Die Suchintention ist das eigentliche Ziel hinter einer Suchanfrage, etwa sich zu informieren, Angebote zu vergleichen oder etwas zu kaufen.
  • Search Console Insights:
    Search Console Insights ist eine vereinfachte Übersicht in der Google Search Console, die zeigt, wie Inhalte in der Google-Suche abschneiden.
  • Leistungsbericht:
    Der Leistungsbericht ist der detaillierte Bericht in der Search Console mit Klicks, Impressionen, Klickrate und Position für jede Suchanfrage und jede Seite.

Kritische Stimmen und mögliche Nachteile

Einige Fachleute sehen die automatische Gruppierung kritisch. Sie weisen darauf hin, dass der Fokus stärker auf Gruppen statt auf einzelne Begriffe gelegt wird. Auch die Kriterien, nach denen Google die Gruppen per KI bildet, sind nicht transparent. Kleinere Websites profitieren erst bei genügend Traffic vom neuen Feature.

Verfügbarkeit in der Schweiz

Query Groups sind inzwischen vollständig ausgerollt, auch für Schweizer Websites. Voraussetzung ist ein gewisses Traffic-Niveau. Wer die Funktion noch nicht sieht, sollte das Klickvolumen der Website im Blick behalten.

So nutzt man Query Groups in der Praxis

Die Auswertung braucht nur wenige Minuten. Mit diesen sechs Schritten lassen sich Query Groups gezielt für die eigene SEO-Arbeit einsetzen.

  1. Search Console Insights öffnen:
    In der Search Console die gewünschte Property auswählen und Search Console Insights aufrufen.
  2. Karte mit den Query Groups finden:
    Die Gruppen erscheinen als eigene Karte im Bericht. Fehlt sie, reicht das Klickvolumen der Website noch nicht aus.
  3. Ansichten vergleichen:
    Zwischen „Top“, „Aufsteigend“ und „Absteigend“ wechseln. So wird sichtbar, welche Themen am meisten Klicks bringen und wo sich etwas verändert.
  4. Gruppen im Detail prüfen:
    Eine Gruppe anklicken und die enthaltenen Suchbegriffe ansehen. Für genauere Zahlen die einzelnen Begriffe zusätzlich im Leistungsbericht analysieren.
  5. Massnahmen ableiten:
    Aufsteigende Gruppen zeigen Themen mit Potenzial, die sich mit neuen oder erweiterten Inhalten ausbauen lassen. Absteigende Gruppen sind ein Hinweis, bestehende Seiten zu aktualisieren.
  6. Regelmässig kontrollieren:
    Da sich die Gruppen laufend verändern, lohnt sich ein monatlicher Blick in den Bericht. So werden neue Trends früh erkannt.

Fazit

Query Groups machen die Arbeit mit der Search Console übersichtlicher und schneller. Sie helfen dabei, ähnliche Suchanfragen besser zu verstehen und Trends frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig erfolgt die Gruppierung automatisch und ist nicht immer vollständig nachvollziehbar. Für alle, die mit SEO arbeiten, lohnt sich ein genauer Blick auf dieses Feature, idealerweise ergänzt durch eigene Detailanalysen.

Quelle: Google Search Console Blog

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Query Groups fassen ähnliche Suchanfragen mit derselben Absicht automatisch zu Gruppen zusammen. So lässt sich schneller erkennen, welche Themen einer Website Besucher bringen.

Query Groups erscheinen als eigene Karte im Bericht Search Console Insights. Dort lassen sie sich nach „Top», „Aufsteigend» und „Absteigend» filtern.

Das Feature ist nur für Websites mit ausreichend Klickvolumen verfügbar. Kleinere Websites sehen die Karte erst, wenn genügend Suchanfragen vorhanden sind.

Nein. Query Groups geben einen schnellen Überblick. Die einzelnen Suchbegriffe bleiben im Leistungsbericht sichtbar und sollten für genaue Auswertungen weiterhin einzeln analysiert werden.

Nein, Google bildet die Gruppen automatisch und passt sie laufend an. Wer eigene Gruppierungen braucht, kann im Leistungsbericht mit Filtern arbeiten, zum Beispiel mit regulären Ausdrücken.

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