SwissTech Sunday: Collaboard, die sichere Schweizer Alternative zu Miro

SwissTech Sunday startet mit Collaboard, einem visuellen Whiteboard für sichere Online-Zusammenarbeit.

Was ist Collaboard?

Collaboard ist ein digitales Whiteboard, das in der Schweiz entwickelt wird. Es hilft Teams, Organisationen und Schulen, gemeinsam an Ideen, Projekten und Prozessen zu arbeiten. Die Oberfläche ist einfach zu bedienen und flexibel aufgebaut. Inhalte lassen sich live bearbeiten, kommentieren und präsentieren.

Funktionen für Workshops, Planung und Online-Meetings

Collaboard bietet über 150 Vorlagen für typische Business-Situationen. Dazu gehören Mindmaps, SWOT-Analysen, Organigramme, Jahresplanungen und Moderationskarten. Nutzer können Gruppenräume erstellen, Timer setzen, abstimmen und den Fokus-Modus aktivieren. Bilder, Videos und Audio-Dateien lassen sich direkt ins Board einfügen. Für Entwickler gibt es eine öffentliche Schnittstelle, mit der Collaboard in Tools wie Microsoft Teams, Google Meet, Jira oder Webex eingebunden werden kann.

Datenschutz und Hosting: volle Kontrolle über die Daten

Collaboard erfüllt die Anforderungen des DSG und geht in vielen Punkten sogar darüber hinaus. Die Daten können in der Schweiz, in Deutschland oder in den Niederlanden gespeichert werden. Ab dem Enterprise-Plan lässt sich Collaboard auch komplett im eigenen Rechenzentrum oder in einer privaten Cloud betreiben. Zwei-Faktor-Login, Single Sign-On und passwortgeschützte Boards sorgen für zusätzliche Sicherheit. Die IBV Informatik AG als Anbieter garantiert volle Datenhoheit und lokalen Support.

Vergleich mit Miro und Mural

Collaboard bietet ähnliche Funktionen wie die bekannten Whiteboard-Tools Miro und Mural. Alle drei ermöglichen visuelle Zusammenarbeit, Live-Beratung und die Integration von Medien. Der grosse Unterschied liegt beim Hosting und beim Datenschutz. Miro speichert Daten von europäischen Kunden standardmässig in der EU, betreibt aber keine Rechenzentren in der Schweiz und bietet kein Self-Hosting an. Collaboard setzt dagegen auf Schweizer und europäische Infrastruktur und bietet sogar eine lokale Installation. Auch beim Support und bei der Sprache ist Collaboard klar im Vorteil für deutschsprachige Teams.

MerkmalCollaboardMiroMural
HerkunftSchweizUSA / NiederlandeUSA
Hosting-OptionenSchweiz, EU, lokal möglichEU (Standard), USA, Australien, JapanUSA
DSG-konformJaEingeschränktEingeschränkt
Vorlagen und Funktionen150+ Business-Vorlagenviele VorlagenFokus auf Workshops
SchnittstellenTeams, Google Meet, Webex, Nextcloud, Rocket.ChatGoogle Workspace, Slack, JiraMicrosoft 365, Zoom, Jira
Sprache und SupportDeutsch, EnglischEnglischEnglisch
ZielgruppenKMUs, Behörden, Schulengrosse Unternehmen, AgenturenDesign-Teams, Moderierende

Wichtige Begriffe kurz erklärt

  • Digitales Whiteboard:
    Ein digitales Whiteboard ist eine Online-Arbeitsfläche, auf der mehrere Personen gleichzeitig Notizen, Grafiken und Ideen erstellen und bearbeiten können.
  • Datensouveränität:
    Datensouveränität ist definiert als die Kontrolle einer Organisation darüber, wo ihre Daten gespeichert werden und welchem Recht sie unterliegen.
  • Self-Hosting (On-Premises):
    Self-Hosting bedeutet, dass eine Software nicht in der Cloud des Anbieters, sondern im eigenen Rechenzentrum oder in einer privaten Cloud betrieben wird.
  • Single Sign-On (SSO):
    Single Sign-On ist ein Anmeldeverfahren, bei dem sich Nutzer mit einem bestehenden Firmenkonto anmelden, ohne ein separates Passwort für jedes Tool.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA):
    Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ein Sicherheitsverfahren, bei dem neben dem Passwort ein zweiter Nachweis nötig ist, zum Beispiel ein Code per E-Mail oder App.

So startet man mit Collaboard in den ersten Workshop

Der Einstieg ist in wenigen Minuten erledigt. Mit diesen sechs Schritten ist das erste Board bereit für die Zusammenarbeit.

  1. Kostenloses Konto erstellen:
    Auf der Website von Collaboard registrieren. Die Gratisversion umfasst bis zu drei Boards und fünf Teilnehmende pro Sitzung.
  2. Hosting-Standort festlegen:
    Für Daten in der Schweiz ist mindestens der Advanced-Plan nötig. In der Gratis- und Basic-Version liegen die Daten in den Niederlanden.
  3. Vorlage auswählen:
    Aus über 150 Vorlagen die passende wählen, etwa eine Mindmap, eine SWOT-Analyse oder eine Jahresplanung.
  4. Board absichern und teilen:
    Das Board bei Bedarf mit einem Passwort schützen und die Teilnehmenden per Link einladen.
  5. Moderationsfunktionen nutzen:
    Mit Timer, Abstimmungen und Fokus-Modus den Workshop strukturiert durchführen.
  6. In bestehende Tools einbinden:
    Collaboard bei Bedarf direkt in Microsoft Teams, Webex oder Nextcloud integrieren, damit alle im gewohnten Umfeld arbeiten.

Fazit

Collaboard zeigt, dass visuelle Zusammenarbeit auch sicher, flexibel und lokal möglich ist. Das Tool verbindet kreative Freiheit mit klarer Struktur und passt perfekt in die SwissTech-Landschaft.

Collaboard

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Collaboard ist ein digitales Whiteboard der Schweizer Firma IBV Informatik AG. Teams, Organisationen und Schulen arbeiten darauf gemeinsam an Ideen, Projekten und Prozessen, live und ortsunabhängig.

Das hängt vom Plan ab. In der Gratis- und Basic-Version liegen die Daten in den Niederlanden. Ab dem Advanced-Plan sind die Schweiz, Deutschland oder die Niederlande wählbar. Im Enterprise-Plan ist auch Self-Hosting im eigenen Rechenzentrum möglich.

Ja. Die kostenlose Version umfasst bis zu drei Boards mit maximal fünf Teilnehmenden pro Sitzung. Für mehr Boards, Teilnehmende oder einen Schweizer Hosting-Standort gibt es kostenpflichtige Pläne.

Beide bieten ähnliche Whiteboard-Funktionen. Collaboard ermöglicht aber ein Hosting in der Schweiz und den Betrieb im eigenen Rechenzentrum. Miro speichert europäische Daten zwar standardmässig in der EU, bietet jedoch weder einen Schweizer Standort noch Self-Hosting an.

Collaboard lässt sich unter anderem in Microsoft Teams, Google Meet, Webex, Nextcloud und Rocket.Chat einbinden. Für eigene Anbindungen gibt es zudem eine öffentliche Schnittstelle.


Was ist SwissTech Sunday?

SwissTech Sunday ist eine wöchentliche Serie, in der wir digitale Lösungen aus der Schweiz vorstellen. Viele wissen gar nicht, wie viel gute Software hier entwickelt wird. Diese Tools können technisch locker mit den grossen internationalen Anbietern mithalten.

Natürlich sind sie nicht immer kostenlos wie viele Google-Produkte. Aber dafür steht der Datenschutz an erster Stelle. Es geht hier nicht um Masse, sondern um Qualität und Verantwortung. Wer digitale Souveränität sucht, findet in der Schweiz starke Alternativen.

Wichtig: Für die Vorstellung dieser Tools erhalten wir keine Bezahlung. Wir wählen die Lösungen selbst aus, weil wir sie spannend, relevant und unterstützenswert finden. 

Jetzt tiefer einsteigen

Unsere Artikel geben dir Impulse. Die eigentliche Wirkung entsteht, wenn du sie in deiner Praxis umsetzt. Sprich mit uns über deine nächsten Schritte.

Jetzt Kontakt aufnehmen
Teilen
connective-digital