Viele Website-Betreiber möchten wissen, was auf ihrer Seite passiert. Doch klassische Analyse-Tools wie Google Analytics sind oft technisch überladen oder datenschutzrechtlich problematisch. Friendly Analytics zeigt, dass es auch anders geht.
Was macht Friendly Analytics besonders?
Friendly Analytics basiert auf der Open-Source-Technologie von Matomo. Es bietet eine vollständige Webanalyse-Lösung mit Fokus auf Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit. Die Daten können in der Schweiz, in der EU oder auf eigenen Servern gespeichert werden. Mit dem Schweizer Hosting lässt sich das Schweizer Datenschutzgesetz besonders einfach einhalten.
Standardmässig ist Friendly Analytics so konfiguriert, dass kein Cookie-Banner erforderlich ist. Das gilt, solange keine Cookie-basierten Analysefunktionen aktiviert und keine zusätzlichen Tracking-Dienste wie Meta-Pixel oder Google Ads eingebunden werden. Wer auf solche Integrationen verzichtet, kann Besucher datenschutzkonform und ohne Einwilligungsbanner analysieren.
Funktionen im Überblick
Friendly Analytics bietet deutlich mehr als nur Seitenaufrufe und Besucherzahlen. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Übersichtliches Dashboard mit Echtzeitdaten
- Ereignis-Tracking für Klicks, Downloads und Interaktionen
- Kampagnenanalyse mit UTM-Parametern
- Heatmaps zur visuellen Auswertung von Nutzerverhalten
- Funnel-Analyse zur Bewertung von Conversion-Prozessen
- Tag Manager für flexible Integration ohne Code
- API-Zugriff für individuelle Auswertungen
- Exportfunktionen für Berichte und Rohdaten
- Tag Manager, Heatmaps und Funnel-Analysen sind ab dem Professional-Tarif enthalten.
Die Oberfläche ist klar strukturiert und auch für Einsteiger verständlich. Wer tiefer einsteigen möchte, findet erweiterte Funktionen, ohne sich durch komplexe Menüs kämpfen zu müssen.
Vergleich: Friendly Analytics und Google Analytics
| Merkmal | Friendly Analytics | Google Analytics |
| Technologie | Matomo | Eigenentwicklung von Google |
| Datenschutz | Hoch, Schweizer Hosting | Datenübertragung in die USA |
| Cookie-Banner nötig | Meist nicht, abhängig von Setup | Meist nötig, aber GA4 kann mit Consent Mode die Notwendigkeit je nach Konfiguration und Rechtslage reduzieren |
| Bedienung | Klar und verständlich | Komplex, viele Menüs |
| Funktionen | Vollständig inkl. Heatmaps | Sehr umfangreich, teils überladen |
| Hosting | Schweiz, EU oder On-Premise | USA |
So wechselt man von Google Analytics zu Friendly Analytics
Der Umstieg ist in wenigen Schritten erledigt, ohne dass bisherige Daten verloren gehen.
- Passenden Tarif wählen:
Für einfache Auswertungen reicht der Starter-Tarif. Wer Heatmaps, Funnels oder den Tag Manager nutzen will, braucht mindestens den Professional-Tarif. - Hosting-Standort festlegen:
Zwischen der Schweiz und der EU wählen. Für Schweizer KMU ist der Standort Schweiz meist die naheliegende Wahl. - Tracking-Code einbinden:
Den Code auf allen Seiten der Website einfügen, direkt im Template, über ein Plugin oder über den integrierten Tag Manager. - Historische Daten importieren:
Mit der Importfunktion bestehende Google-Analytics-Daten übernehmen, damit Vergleiche mit früheren Zeiträumen möglich bleiben. - Ziele und Ereignisse einrichten:
Wichtige Aktionen wie Kontaktanfragen, Downloads oder Käufe als Ziele definieren. - Google Analytics entfernen und Datenschutz anpassen:
Den alten Tracking-Code löschen, die Datenschutzerklärung aktualisieren und prüfen, ob der Cookie-Banner noch nötig ist.
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Webanalyse:
Webanalyse ist definiert als die Erfassung und Auswertung von Daten über das Verhalten von Besuchern auf einer Website, zum Beispiel Seitenaufrufe, Herkunft und Verweildauer. - Matomo:
Matomo ist eine Open-Source-Software für Webanalyse, die weltweit auf über einer Million Websites eingesetzt wird und als bekannteste Alternative zu Google Analytics gilt. - Cookieless Tracking:
Cookieless Tracking ist eine Messmethode, bei der Besucher ohne das Setzen von Cookies analysiert werden. In vielen Fällen ist dadurch kein Cookie-Banner nötig. - Heatmap:
Eine Heatmap ist eine farbige Darstellung, die zeigt, wo Besucher auf einer Seite klicken, scrollen oder mit der Maus verweilen. - Funnel-Analyse:
Die Funnel-Analyse ist eine Auswertung, die zeigt, wie viele Besucher die einzelnen Schritte eines Prozesses durchlaufen und an welcher Stelle sie abspringen, etwa bei einer Bestellung. - UTM-Parameter:
UTM-Parameter sind Zusätze in einer URL, mit denen sich erkennen lässt, aus welcher Kampagne, Quelle oder welchem Medium ein Besucher kommt.
Fazit
Friendly Analytics ist eine datenschutzfreundliche und technisch ausgereifte Lösung für alle, die Webanalyse mit möglichst geringen rechtlichen Risiken und ohne unnötige Komplexität suchen. Die Kombination aus Schweizer Hosting, klarer Oberfläche und vollem Funktionsumfang macht das Tool besonders attraktiv für KMU, NGOs und Organisationen mit hohen Datenschutzanforderungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Friendly Analytics ist ein Schweizer Webanalyse-Tool auf Basis der Open-Source-Software Matomo. Es zeigt, wie Besucher eine Website nutzen, und ist standardmässig auf Datenschutz ausgerichtet.
In den meisten Fällen nicht, da das Tool standardmässig ohne Cookies arbeitet. Ein Banner wird nötig, wenn Cookie-basierte Funktionen aktiviert oder zusätzliche Dienste wie Werbe-Pixel eingebunden werden.
Wahlweise in der Schweiz oder in der EU, bei Hosting-Anbietern mit Sitz in Europa. Für Unternehmen mit besonderen Anforderungen ist auch ein Betrieb auf eigenen Servern möglich.
Der Starter-Tarif beginnt bei CHF 19 pro Monat. Heatmaps, Funnels und der Tag Manager sind im Professional-Tarif enthalten. Für grössere Organisationen gibt es einen Enterprise-Tarif.
Ja. Friendly Analytics bietet eine Importfunktion für bestehende Google-Analytics-Daten. So bleiben Vergleiche mit früheren Zeiträumen auch nach dem Wechsel möglich.
Was ist SwissTech Sunday?
SwissTech Sunday ist eine wöchentliche Serie, in der wir digitale Lösungen aus der Schweiz vorstellen. Viele wissen gar nicht, wie viel gute Software hier entwickelt wird. Diese Tools können technisch locker mit den grossen internationalen Anbietern mithalten.
Natürlich sind sie nicht kostenlos wie viele Google-Produkte. Aber dafür steht der Datenschutz an erster Stelle. Es geht hier nicht um Masse, sondern um Qualität und Verantwortung. Wer digitale Souveränität sucht, findet in der Schweiz starke Alternativen.
Wichtig: Für die Vorstellung dieser Tools erhalten wir keine Bezahlung. Wir wählen die Lösungen selbst aus, weil wir sie spannend, relevant und unterstützenswert finden.
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